Das Leben und Wirken von Friedrich Ernst Lewek
Zum kirchenpoltischen Umgang mit dem "nichtarischen" Amtsbruder während der NS-Diktatur in Leipzig


von  Henry Lewkowitz
Herausgegeben vom Verein zur Förderung der Nikolaikirche e.V.

Beurlaubt, versetzt, entlassen, verfolgt, unterdrückt, inhaftiert und interniert – Der ehemalige Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche Friedrich Ernst Lewek erlebte als „Halbjude“ eine Vielzahl an Repressionen durch die evangelische Kirche und das NS-Regime. Darüber hinaus widersetzte sich Ernst Lewek seit 1933 den Nationalsozialisten, indem er dem „Pfarrernotbund“ und der „Bekennenden Kirche“ beitrat sowie eine verbotene Kanzelabkündigung hielt. Aufgrund der vielen Demütigungen und der Zwangsarbeit erlitt Ernst Lewek starke Herzleiden, an denen er am 8. November 1953 verstarb.

Die Ergebnisse eines zweijährigen Schülerprojektes des Erich-Zeigner-Haus e.V. über den Umgang mit dem „nichtarischen“ Pfarrer im Zusammenhang mit dem Kirchenkampf an der Nikolaikirche Leipzig stellten 2016 die Grundlage für die Saalumbenennung des historischen Gemeindesaals in „Ernst-Lewek-Saal“ dar. Damit ließ die Nikolaikirchgemeinde ihrem ehemaligen Pfarrer eine nachhaltige Rehabilitierung zuteil werden und setzte ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und für die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit.

 

Hrsg.: Erich-Zeigner-Haus e.V. und Verein zur Förderung der Nikolaikirche e.V.

Mit einem Nachwort von Prof. Dr. Rainer Vor

Autor_innenkollektiv: Lina Heisgen (Neue Nikolaischule), Markus Dübener (Neue Nikolaischule), Susanne Borschke (Neue Nikolaischule), Henry Lewkowitz (Projektleiter Erich-Zeigner-Haus e. V., M.A.)

bookra Verlag   |   ISBN 978-3-943150-15-5  |   4,90 €
Paperback, 80 Seiten  |   erschienen  August 2016
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